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Wie alles begann

Vom Ätschberg ins Sittertobel

Vom Ätschberg ins Sittertobel Letztes Jahr ausverkauft mit 30 000 Besuchern, zum diesjährigen Jubiläum sicher 26 000 Festivalpässe abgesetzt: Das war nicht immer so. Seit den letzten 29 Jahren ist einiges passiert, und vieles hat sich verändert. 1977 begann die traditionsreiche Geschichte des St. Galler Woodstocks, damals allerdings mit gut zweitausend Anhängern der Schweizer Rockszene – auf dem Ätschberg, einer kleinen Wiese oberhalb von Abtwil, angrenzend an die Gallusstadt.

Von Trix Müller

Die ersten OpenAir-Festivals standen unter keinem guten Stern: Erinnerungen an Stromausfall, Abbrüche wegen Nebels und Regens und regelrechte Schlammschlachten werden wach. 1981 fand das Festival mit der idyllischen Flussschlaufe im Sittertobel der Stadt zu seiner Einzigartigkeit. Und das Ungewöhnliche: Der Zeltplatz mitten im Festivalgelände und der Bühnenbereich lagen direkt nebeneinander, selbst vom Schlafsack aus sah man auf die Bühne. Dieser Besonderheit ist man bis zum diesjährigen Jubiläum treu geblieben. Der Festivalzeltplatz gilt unterdessen als der grösste seiner Art in Europa!

Die Besucherzahlen stiegen mit dem Umzug in die Tiefen des Sittertales über die 10 000er Grenze. Der Wandel vom RockopenAir zu einem Happening mit einem bunten, abwechslungsreichen Programm vollzog sich langsam. Hiessen die ersten Musiker Toni Vescoli oder Krokus, waren es später Joan Baez und Gianna Nannini oder Namen wie Rory Gallagher, Crosby, Stills & Nash, Joe Cocker, Red Hot Chili Peppers oder die Sex Pistols, welche die Massen mobilisierten. Unterdessen warteten die Veranstalter jedes Jahr mit hochkarätigen nationalen und internationalen Künstlern auf. Trotz den klangvollen LineUps und den bisweilen 30 000 Besuchern pro Tag blieb das familiäre und friedliche Zusammensein, als Grundidee der Pionierzeit, erhalten.

Das OpenAir St. Gallen blickt als eines der ältesten Festivals der Schweiz auf eine bewegte Vergangenheit zurück. Viele Tiefen und Rückschläge mussten überstanden werden. Demgegenüber stehen all die kleinen und grossen Erfolge – und die vielen Besucher, die seit vielen Jahren ins Sittertobel pilgern, um ihre schönsten drei Tage des Jahres zu erleben.
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