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Shabani & The Burnin`Birds

Der Vorbote Manu Chao`s

Der Vorbote Manu Chao`s Es braucht keine grossen Namen, um das Sternenzelt zu füllen! Das wissen wir spätestens nach diesem OpenAir. Herzergreifend und intim soll es sein, einfach, um bei Konzertende mit einem breiten Smile auf dem Platz zu stehen. Wie bei Shabani & The Burnin`Birds.

Von Stefan Schälle / Foto: Stefan Schälle

Einfach nur die Welt verändern – Shabani will mit seiner Musik nicht mehr und nicht weniger bewirken. Fragt man ihn danach, so lachen die meisten und denken dabei: Ja, das wollten wir auch einmal, die Welt verändern... Shabani`s Kommentar: "Ich möchte das Bewusstsein der Menschen wieder stärker ins Bewusstsein rufen".

Einen Tag nach seinem Konzert am Samstag werde ich mir erst recht bewusst, wie ich für ein paar Minuten oder Stunden alles vergessen und mich dem Reggae-Vibe hingeben konnte. Shabani verzauberte mein Bewusstsein mehr denn je. Eigentlich spannend, wie wenig es braucht, um alles zu vergessen, zu geniessen und ein anderer Mensch zu sein – und einer dieser Augenblicke, die niemals enden dürften, in sich aufzusaugen!

Shabani aus Basel ist eigentlich ein ganz normaler Musiker. Sein Aussehen ist zwar typisch Reggae, sein Sound ebenso. Was ihn von anderen Reggae-Musikern aus der ganzen Welt unterscheidet und ihn besonders macht, ist sein breites Schweizerdeutsch.

Die Sprache, das wichtigste Mittel eines Sängers, kann so vertraut oder auch fremd sein. Denkt man an Reggae-Musik, so kommen einem als erstes immer englische Texte den Sinn. Was ist mit der deutschen Sprache? Unpassend, denken die einen. Vielleicht deswegen, weil wir alles verstehen. Hochdeutscher Reggae, unbekannt und doch gleichbedeutend. Dem Publikum und mir gefiel es jedoch ungemein, einem Song über den Beginn des Lebens zu lauschen. "He, he, wofür bin ich geboren, wofür...".

Das speziellste an seiner Person ist wirklich seine Ausstrahlung. Nur schade, dass Shabani auf der hohen Sternenbühne so weit weg wirkte. Ein solcher Mann gehört näher ans Publikum, man muss ihn noch intensiver spüren!

Etwas in den Knien, im typischen Reggae-Stepp, schwang sich St. Gallen Körper an Körper dem Ende eines wunderbaren Konzertes entgegen, das musikalisch und optisch nichts Besonderes bot. Braucht es auch nicht. Ich meinerseits schliesse sowieso meist die Augen, damit ich die Menschen um mich herum spüre und mich der Musik ganz hingeben kann.

Bleibt noch zu fragen, ob Reggae vornehmlich für Frauen ist. Mir jedenfalls hat dieser Umstand, einer unter wenigen Männern in einem schier unendlichen Meer von Frauen zu treiben, gut gefallen.

"We live in a world so dirty, pity...". Die Welt zu verändern kann so schön sein.
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